1946 Oberrealschule Hof

Nach der NS-Diktatur und einer erzwungenen Pause des Schulbetriebs erfolgte 1946 die Rückkehr zu der früheren Organisationsform; die Oberschule für Jungen wurde in eine neunklassige Oberrealschule zurückverwandelt. Der Besuch der Schule blieb, wie schon an Gewerbe-, Real- und Oberrealschule vor 1938, grundsätzlich Jungen vorbehalten.

1948 erschien der erste Jahresbericht nach Kriegsende mit Angaben zu den zurückliegenden Ereignissen: Das Schuljahr 1944/45 hatte am 8. April 1945 nach dem Bombenangriff auf Hof geendet, das Schuljahr 1945/46 begann „mit Zustimmung der Militärregierung“ am 22. Januar 1946. Im Juni konnten sieben Schüler die Reifeprüfung ablegen; das Schuljahr 1946/47 „war für die Mehrzahl der Schüler ein ‚Wiederholungsjahr‘“.

Der Schulbetrieb war zunächst von Improvisation geprägt: Anstelle der außer Betrieb gesetzten Gasheizung mussten eiserne Öfen die Räume erwärmen, zerstörte Fensterscheiben wurden durch die Verglasung von Bilderrahmen ersetzt und englischsprachige Bücher sowie Zeichenpapier erwarb die Schule im Tausch gegen Altpapier.

Alexander Eisgrub

 

Literatur:

Herrmann, Axel: Schulgeschichte im 20. Jahrhundert, in: Kleine Geschichte der Hofer Region (hrsg. von Arnd Kluge = 60. Bericht des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde e. V.), Hof 2010, S. 171.

Herrmann, Axel: Von der Gewerbeschule zum Schiller-Gymnasium, in: Axel Herrmann/Hans Schönemann, Schulgeschichte der Stadt Hof (Chronik der Stadt Hof, Bd. 12), Hof 2021, S. 352-359.

Lehning, Norbert: Bayerns Weg in die Bildungsgesellschaft, Bd. 1, München 2006, S. 81 f.

Oberrealschule Hof, Jahresbericht über das Schuljahr 1947/48, Hof 1948, S. 27.

 

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