Unterricht im Heizungskeller

Am 12. Mai begann unsere Ethik-Stunde vor dem Haupteingang des Schiller-Gymnasiums und endete in dessen Heizungskeller. Warum das? In der 8. Jahrgangsstufe stehen die Themen Umweltethik und Nachhaltigkeit auf dem Lehrplan. Hausmeister Stefan Herrmann hatte sich bereit erklärt, uns, den Ethikgruppen 8ab und 8cd mit ihren Lehrkräften StRin Wolf und StR Eisgrub, die Energietechnik des Schiller-Gymnasiums vorzustellen. Von den vielen fachkundigen Informationen und Eindrücken hat sich uns besonders Folgendes eingeprägt: Mit 31 Jahren ist unsere Schillerheizung nicht mehr die jüngste, jedoch funktioniert sie trotzdem noch sehr gut und ist sehr intelligent. Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, kann man in keinem Klassenzimmer die Heizung selbst einstellen. Dies liegt daran, dass unsere Heizung immer auf 20° C eingestellt ist, weil sie mit einem Computer verbunden ist, in dem überdies die Stundenpläne des jeweiligen Klassenzimmers eingegeben sind. So kann die Heizung die Temperatur perfekt regulieren. Trotzdem sind durch das pandemiebedingt notwendige Lüften in den vergangenen beiden Jahren die Heizkosten stark gestiegen. Computergesteuert werden im Sommer nachts auch die Fenster gekippt, wenn es draußen kälter als innen ist. So kommt man jeden Morgen in ein angenehmes Klassenzimmer. Hauptsächlich wird unsere Schule mit Gas geheizt, dabei ist der Durchschnittsverbrauch 8460 kw/h und in Wintermonaten sogar 11000 kw/h pro Monat. Wir besitzen zwei Gaskessel, einen Haupt- und einen Ersatzkessel. Falls also der Hauptkessel ausfällt, springt der Ersatzkessel ein, sodass das Heizungssystem im Schulhaus nie gefrieren kann. Außerdem sorgt unser intelligentes System dafür, dass unsere Schule sehr nachhaltig beim Stromverbrauch ist. So werden unsere 72 Beamer und das Licht um 22:00 Uhr automatisch abgestellt, so dass sie keinen Strom verbrauchen. Durch diesen Modus sparen wir monatlich 500 €. Überdies haben wir eine Wetterstation auf dem Dach, die erkennt, wenn es stürmt, regnet oder windig ist. So kann man wegen der Sicherheitseinstellungen bei starkem Wind die Oberlichtfenster nicht öffnen. Ein aktuelles Problem ist der Blütenstaub: Durch das Lüften, wegen Corona, wird oft vergessen, die Fenster zu schließen; so kommt der Blütenstaub in die Klassenzimmer, was dazu führt, dass er sich in den Beamern absetzt, so dass sie aufwändig gereinigt werden müssen. Deshalb bittet der Hausmeister jeden von uns, die Fenster beim Verlassen des Klassenzimmers zu schließen.

Fiona Götz und Lena Rohde, Kl. 8c