Mensch oder Maschine

Wer hält wen in der Hand – Mensch oder Maschine? Und wie wirklich ist die Wirklichkeit?
Mit diesen und ähnlichen brennend aktuellen Fragen beschäftigte sich u. a. der Kurs „Evangelische Religionslehre“ 1ev2 und besuchte dazu zwei Sonderausstellungen zu „Künstlicher Intelligenz“ und „Fake“ im Deutschen-Hygiene-Museum Dresden. Im Folgenden dazu zwei Schülerinnenberichte.

 

Sonderausstellung „KI“
Im ersten Raum gab es wenig Technik, es ging vielmehr um die Ideengeschichte zur KI – diese reichte etwa von der Idee der Enzykopädie hin zu der des Handwaschautomatens. Im nächsten Raum spiegelte sich die Gegenwart wider. Es wurde dargestellt, wie künstliche neuronale Netze entstehen.  Anhand eines Modells konnten wir ausprobieren, wie weit künstliche Intelligenz ausgebaut werden kann. In einem anderen Raum wurden wir über Hardware und Infrastruktur informiert. Schlussendlich fand ein vertiefter Austausch zu den   Bereichen, in denen KI eine maßgebliche Rolle spielt, statt: Medizin, Arbeitswelt und autonomes Fahren.
Im letzten Raum durften wir uns in Gruppen aufteilen und selbst zum Thema „Gefahren von KI bzw. des Internets“ tätig werden.

 

Von der Exkursion nehme ich mit, dass die „KI“ jetzt schon eine wichtige Rolle in meinem Alltag spielt, obwohl man daran gar nicht unbedingt denkt. Mir stellt sich zudem die Frage : Wenn die „KI“ soweit ausgebaut ist, dass sie wirklich Berufe übernehmen kann, was machen wir Menschen dann?“

 

// Paula Schatz, Q11

 

Alles „Fake“?

Eine Welt voller Fake-News, Gerüchte und Verschwörungstheorien – und wer behält den Überblick?
Wie unterscheidet man falsche Nachrichten von wichtigen Informationen? Wie erkennt man, wer lügt? Wieso lügen wir überhaupt und was bedeutet eigentlich Wahrheit?
All diese Fragen stellten sich die Schüler und Schülerinnen der Q11 bereits im Religionsunterricht.
Wie praktisch, dass die Ausstellung „Fake“ des Deutschen Hygienemuseums Dresden sich mit genau dieser Thematik befasste.
Beim Betreten wurden die SchülerInnen zu MitarbeiterInnen des „Amts für die ganze Wahrheit“. Ausgerüstet mit Stempelkarten, durchliefen die BesucherInnen einen interaktiven Parkour durch verschieden thematisierte Räume und fanden dabei einiges heraus:
Kleine Notlügen erleichtern das Zusammenleben, der berüchtigte Lügendetektor nimmt es mit seiner Prognose nicht immer ganz so genau, mit voranschreitender Digitalisierung verbreiten sich Lügen immer schneller. Na ja und Wahrheit – Wahrheit ist häufig ziemlich subjektiv, besonders in den Medien. Sofort wurde den SchülerInnen klar, wie schwer es oft sein kann, Fake-News als solche zu enttarnen. Trotzdem entwickelten sie im „Amt für die ganze Wahrheit“ Methoden, die dabei helfen können, Falschinformationen, besonders in informierenden Texten, als solche zu entlarven. So zum Beispiel die Google-Bilder-Rückwärtssuche, sowie ein prüfender Blick auf das Impressum, die Quellen oder die Reaktionen anderer Leser. Grundsätzlich ist nicht jede Quelle vertrauenswürdig und man sollte immer genau aufpassen, woher man seine Informationen bezieht.
Doch eins ist sicher: dieser Artikel ist garantiert nicht „fake“ 😉

 

// Marie S. Schaller, Q11