Nach dem fulminanten Konzert am Mittwoch stand für die Schulfamilie bereits am Freitag der nächste Termin an. Wir haben 100 Jahre Abitur am Schiller-Gymnasium gefeiert.
1925 legten die ersten Schüler – tatsächlich nur Schüler, keine Schülerinnen – ihr Abitur an unserer Schule ab.
Um diese Tatsache zu würdigen, haben Gisela Becker und Stefan Bäumler einen höchst informativen und zugleich sehr familiären Abend auf die Beine gestellt.
Mit musikalischer Untermalung durch das Kammermusikensemble unter der Leitung von Herrn Röder begann ein abwechslungsreicher erster offizieller Teil, in dem die Schulleiterin, Bürgermeisterin Angela Bier und die beiden Schülerverbindungen darstellten, was ihnen am Schiller-Gymnasium besonders wichtig ist. Es entstand ein bunter Reigen, der die besondere Rolle des Schiller-Gymnasiums als moderne und zugleich traditionsbewusste Schule mit intensiver Bindung verdeutlichte – die Bedeutung des Schiller-Gymnasiums für die Stadt Hof sowie die Erinnerungen ehemaliger Schüler der Verbindungen an ihre Schulzeit.
Den fulminanten Höhepunkt bildete der unterhaltsame und abwechslungsreiche Vortrag von Dr. Adrian Roßner. Er ordnete dieses hundertjährige Abitur in die Schulgeschichte und in die Stadtgeschichte ein und zeichnete zugleich ein Bild von Hof im 19. Jahrhundert – Mittelpunkt der größten Industrieregion des Kaiserreichs, innovativ durch die Anbindung an die Eisenbahn, kreativ durch die Textilherstellung mit ausgesprochen selbstbewussten Bürgern und mittelständischen Unternehmen, denen die Schulen am Herzen lagen.
Im Anschluss führte Frau Becker ein launiges Interview mit einer der ersten Abiturientinnen der Schule, Frau Monika Strobl, und es wurde mit Helmut Rösch, Abiturjahrgang 1957, der älteste anwesende Abiturient gekürt.
Den Schluss bildete das ausgesprochen persönliche und tatsächlich emotionale Grußwort von Landrat Dr. Oliver Bär, der selbst Schüler am Schiller-Gymnasium gewesen ist und auf sehr empathische Weise seine Verbindung zur Schule bis heute beschrieb.
Es schloss sich ein gemütliches Zusammensein mit Bier und „Werscht“ im Pausenhof an, bei dem die vielen bunten Gäste bis nach 22:00 Uhr in geselliger Runde ihre Erinnerungen austauschten.
Die Zusammensetzung des Abends war so fröhlich wie interessant: Abiturienten zurück bis 1957, zum Teil fast in Klassenstärke, ehemalige und hoch geschätzte Lehrkräfte des Gymnasiums, aktuelle Eltern, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler.
Dank der perfekten Unterstützung durch die Hausmeisterei und die Schüler des Technik-Teams wurden alle satt.
Nach Ende der Veranstaltung erwies sich die Schulfamilie erneut als eng verbundene Gemeinschaft, denn alle Anwesenden packten mit an, um Pausenhof und Aula aufzuräumen.