Vom 2. bis zum 9. März besuchten 20 Schülerinnen und Schüler der 9., 10., 11. und 12. Klassen des Schiller-Gymnasiums im Rahmen des Schüleraustausches mit Frankreich, der von Frau Millitzer und Frau Beilein organisiert wurde, die französische Stadt Aix-en-Provence. Finanzielle Unterstützung bekamen die Schülerinnen und Schüler durch Erasmus+.
Hier die Eindrücke der Schülerinnen und Schüler:
Tag 1-3
Nachdem wir am Montag gemütlich, teils mit der Regionalbahn, teils mit dem ICE und auch mit dem französischen TGV gefahren waren, kamen wir abends in Aix an. Dort wurden wir direkt von unseren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern sowie deren Familien begrüßt. Am Dienstag starteten wir nach einer erholsamen Nacht direkt mit einem gemeinsamen Frühstück in der Mensa des Lycées Georges Duby. Anfangs waren die französischen Austauschpartner noch etwas scheu, aber lustig drauf. Dies sorgte schnell für eine angenehme Atmosphäre. Es gab unter anderem Croissants und Obst. Anschließend erhielten wir einen Einblick in die Schule, die zwar recht groß, stellenweise jedoch etwas einfacher ausgestattet war. Danach arbeiteten wir in deutsch-französischen Tandems am Erasmus-Projekt, bei dem wir uns mit regionalen Gerichten aus Aix-en-Provence beschäftigten, die wir anschließend bei den Gastfamilien zubereiteten, um daraus dann ein gemeinsames Kochbuch zu erstellen. Am Nachmittag erkundeten wir bei einer Stadtrallye in kleinen Gruppen die Stadt, die durch viele Geschäfte und eine lebendige Atmosphäre geprägt war. Am Mittwoch stand ein Ausflug in die Calanques auf dem Programm. Bei sehr gutem Wetter und direkter Lage am Meer entstand schnell ein echtes Urlaubsgefühl. Besonders überwältigend war die Aussicht von den Felsen auf das Meer, sodass sie einen bleibenden Eindruck hinterließ. Die Wanderung dorthin war zwar teilweise anstrengend, lohnte sich jedoch auf jeden Fall. Auch die französischen Austauschpartner waren dabei, wodurch sich eine sehr gute und ausgelassene Stimmung entwickelte. Kurz vor Ende des Tagesausflugs wagten wir uns gemeinsam noch bis zu den Knien in das noch kalte Meer. Neben der Landschaft mit den markanten Felsen gefielen uns vor allem die Gebäude entlang der Küste, die das Gesamtbild zusätzlich prägten.
4-5
Am Donnerstag nahmen wir zunächst am Unterricht unserer Austauschpartner teil. Dabei zeigte sich, dass es teilweise schwierig war, dem Unterricht vollständig zu folgen. Allerdings konnten wir dann im Englischunterricht glänzen. Im Anschluss besuchten wir eine Calissons-Fabrik, in der wir im Rahmen einer Führung Einblicke in die Herstellung dieser regionalen Spezialität erhielten. Besonders positiv war, dass wir die Produkte vor Ort auch kaufen konnten. Der Kontakt zu den Austauschpartnern fand an diesem Tag vor allem zwischendurch sowie am Abend wieder intensiver statt. Am Freitag stand ein ganztägiger Ausflug nach Marseille auf dem Programm, der für mich zu den schönsten Erlebnissen der Austauschreise gehörte. Besonders angenehm war, dass wir uns in Kleingruppen frei bewegen durften, wodurch wir die Stadt selbstständig erkunden konnten. Gemeinsam mit anderen Austauschschülern besuchten wir einige kleinere Streetwear- und Modeboutiquen, was der Besichtigung eine persönliche und abwechslungsreiche Note verlieh. Ein besonderes Highlight war außerdem der Besuch der Kathedrale, von der aus man trotz des bewölkten Wetters einen beeindruckenden Blick über Marseille und das Meer hatte. Zum Abschluss des Tages aßen wir noch Crêpes, während in der Nähe direkt am Wasser frischer Fisch verkauft wurde. Diese Mischung aus Stadtleben und kulturellen Eindrücken machte den Tag besonders eindrucksvoll. Am Abend traf sich dann die ganze Gruppe, um Bowling spielen zu gehen. Danach gab es noch Burritos, um die hungrigen Mäuler zu stopfen.
Tag 6-8
Am Samstagvormittag besuchten wir gemeinsam den Markt in Aix-en-Provence, der sehr gut besucht war und eine lebendige Atmosphäre bot. Dort konnten wir zahlreiche kulinarische Spezialitäten der Region entdecken. Während wir über den Markt gingen, kauften wir Baguette und probierten immer wieder kleine Kostproben an den verschiedenen Ständen.
Besonders auffällig waren die vielen unterschiedlichen Gerüche sowie die große Auswahl an Käsesorten, die einen guten Eindruck von der Esskultur vermittelten. Das restliche Wochenende verbrachte ich in meiner Gastfamilie, was ich als sehr entspannt, zugleich aber auch abwechslungsreich erlebt habe. Am Samstag trafen wir uns zusätzlich mit einigen anderen Austauschpaaren im Garten, wo wir gemeinsam Fußball und Handball spielten. Am Sonntag gingen wir zunächst Fußball spielen und später noch mit einigen anderen Austauschschülern und ihren Gastpartnern bouldern. Diese gemeinsamen Aktivitäten machten das Wochenende besonders lebendig und stärkten sowohl den Kontakt zu meiner Gastfamilie als auch zu den anderen Teilnehmern des Austauschs.
Am Montag mussten die Koffer dann schon gepackt sein, denn gleich nach dem Frühstück ging es zum Bahnhof, wo sich die Gruppe von ihren Austauschpartnern und deren Familien verabschiedete.
Ben Gottsmann