Am Samstag, dem 28. Februar 2026, begann unsere zweiwöchige Zusammenarbeit mit unseren Austauschschülern. Von Beginn an stand unser Austausch ganz im Zeichen der gemeinsamen Projektarbeit im Rahmen von Erasmus+. Ziel war es, in deutsch-italienischen Teams mehrere Lernspiele zu entwickeln, die kulturelles Wissen, Sprache und gemeinsame Erfahrungen verbinden. Während der gesamten Zeit arbeiteten wir immer wieder an diesem Projekt weiter und sammelten durch Ausflüge, Vorträge und gemeinsame Aktivitäten wichtige Inhalte und Ideen dafür.
Am frühen Abend holten wir unsere Partner am Hofer Hauptbahnhof ab und sammelten dabei erste Eindrücke. Netterweise organisierte Tobias eine Willkommensparty, bei der sich alle Schülerinnen und Schüler kennenlernen und austauschen konnten. Dabei entstanden nicht nur erste Verbindungen zwischen Deutschen und Italienern, sondern auch innerhalb der deutschen Gruppe, die in den kommenden zwei Wochen viel Zeit miteinander verbringen würde.
Der folgende Tag diente dazu, sich besser kennenzulernen und anzukommen. Viele unternahmen kleinere Ausflüge, etwa zum Untreusee, zum Quellitzsee oder in eine Boulderhalle. Insgesamt wurde der Tag genutzt, um die Austauschschüler in ihrem neuen Umfeld willkommen zu heißen und ihnen den Einstieg zu erleichtern.
Zu Beginn der ersten Schulwoche begann der Schulalltag mit einer offiziellen Begrüßung und einem Kennenlernspiel. Anschließend führten wir unsere Partner durch das Schiller-Gymnasium und nahmen sie mit in den Unterricht. Am Mittag trafen wir uns erneut, um erste Ideen für das Erasmus+-Projekt zu sammeln, unterstützt durch eine gemeinsame Pizza. Den Abschluss bildete eine Stadtführung, bei der mehrere deutsche Schüler Vorträge hielten und den Gästen Hof und seine Geschichte näherbrachten.
An einem weiteren Tag erkundeten die Austauschschüler unter der Aufsicht von Frau Pichlmeier Nürnberg und besichtigten dort die Burg sowie die Innenstadt. Erst am Abend trafen sie wieder auf uns.
Im weiteren Verlauf der Woche begleiteten uns die italienischen Schüler zunächst für einige Stunden in den Unterricht. In der fünften und sechsten Stunde arbeiteten sie eigenständig am Erasmus+-Projekt, bevor wir gemeinsam nach Mödlareuth fuhren. Dort besuchten wir das Deutsch-Deutsche Museum und erhielten spannende Einblicke in die Zeit der deutschen Teilung. Besonders eindrucksvoll war, dass Mödlareuth, ähnlich wie Berlin, in der Zeit der DDR durch die Mauer getrennt war. Wir konnten originale Mauerreste besichtigen und erfuhren von einer gelungenen Flucht aus der DDR in dieser Stadt.
Ein weiterer gemeinsamer Tag führte uns nach Bamberg. Dort präsentierten wir vorbereitete Vorträge und führten die Gastschüler durch die Altstadt, vom Alten Rathaus über den Dom bis hin zum Maxplatz. Anschließend hatten wir Zeit zur freien Verfügung und konnten die Stadt individuell erkunden. Am Abend kehrten wir mit dem Zug nach Hof zurück.
Der letzte gemeinsame Tag in Hof stand zur freien Gestaltung. Nach der Schule gingen wir zusammen im China-Garten essen und ließen den Tag anschließend mit gemeinsamen Aktivitäten wie Bowling oder weiteren Treffen ausklingen.
Nach der gut überstandenen gemeinsamen Anreise zu unserer Partnerschule erkundeten einige von uns bereits die größte Altstadt Europas, die sich in Genua befindet. Die sogenannten „Vicoli“, ein labyrinthartiges Netz aus engen Gassen, luden zum Entdecken ein, machten es aber auch leicht, sich zu verlaufen. Deshalb war es wichtig, stets bei unseren Austauschpartnern zu bleiben.
Der folgende Tag stand, wie zuvor in Deutschland, im Zeichen des Ankommens in den Gastfamilien. Viele Familien organisierten individuelle Ausflüge, etwa in die Region Ligurien oder zu Verwandten.
Zu Beginn der Woche besuchten wir die italienische Schule und nahmen am Unterricht teil. Im Anschluss wurden wir offiziell von der Schulleitung begrüßt und setzten unsere Projektarbeit fort. Am Nachmittag führten uns die italienischen Schüler durch die Altstadt von Genua und präsentierten historische Gebäude sowie bedeutende Kirchen.
An einem weiteren Tag bestand die Möglichkeit, sich nach der Schule und Projektarbeit im „Acquario di Genova“ zu treffen und gemeinsam das Aquarium zu erkunden.
Ein besonderes Highlight erwartete uns im weiteren Verlauf: der Ausflug nach Pisa. Dort besichtigten wir nicht nur beeindruckende Kirchen, sondern bestiegen auch den weltberühmten Schiefen Turm von Pisa und wurden mittels Vorträgen von unseren Austauschpartnern durch die Stadt geführt.
Der darauffolgende Tag war zunächst von intensiver und abschließender Projektarbeit geprägt. In dieser Phase vollendeten wir drei verschiedene Memory-Spiele, die auf spielerische Weise deutsche und italienische Kultur, Sprache und Wissen vermittelten. Zusätzlich gestaltete eine Gruppe ein Kartenblatt mit zahlreichen Motiven aus Deutschland, Hof, Italien und Genua, das sich vielseitig in bereits bekannte Spiele integrieren lässt.
Nach Abschluss der Arbeit nutzten viele die verbleibende Zeit für kleinere Unternehmungen, bevor sich am Abend eine größere Gruppe zu einem gemeinsamen Bowlingabend traf.
Am darauffolgenden Tag unternahmen wir ohne unsere Austauschpartner einen Bootsausflug entlang der Küste der Cinque Terre. An einer der malerischen Bergstädte gingen wir an Land und wanderten durch die beeindruckende Landschaft zu einem Bahnhof, von dem aus wir die Rückreise antraten.
Am Samstag traten wir schließlich erschöpft, aber mit vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck, die Heimreise an.
Benjamin Rinck, Charlie Strunz, Miriam Espig