Vier Tage voller Begeisterung für die Welt der Materialwissenschaften: so lässt sich das MINT-EC-Camp „Zukunft Werkstoffe“ an der TU Bergakademie Freiberg wohl am treffendsten beschreiben. Bereits der Eröffnungsvortrag über Stahl als Zukunftswerkstoff zeigte eindrucksvoll, wie modern und innovativ ein Material sein kann, das im Alltag oft als selbstverständlich gilt. Der anschließende Besuch der terra mineralia mit Führung durch die Welt der farbenprächtigen Kristalle, seltenen Mineralien und beeindruckenden Formationen machte deutlich, wie vielfältig die Natur als Grundlage der Werkstoffforschung ist.
Am zweiten Tag folgte die Aufteilung in die Projektgruppen „Stahl“ und „Nicht-Eisen- Metalle“. Nach spannenden Fachvorträgen zu beispielsweise der Gewinnung von Kupfer oder dem Gießen als Fertigungsverfahren folgte der praktische Teil. Die Nicht-Eisen-Metalle-Gruppe arbeitete an Raffinations- und Gewinnungselektrolysen und konnte dadurch experimentell nachvollziehen, wie Metalle aus ihren Verbindungen
gewonnen und gereinigt werden. Außerdem durfte jeder Teilnehmende selbst einen Smiley aus Zinn gießen.
Der Abend brachte eine Mischung aus Technikbegeisterung und Abenteuer: Beim gemeinsamen Grillen mit dem RaceTech-Racing Team gab es Einblicke in den Bau eines Rennwagens. Danach wartete ein Escape Room rund um die Materialwissenschaften mit einer Herausforderung, die Teamgeist und Köpfchen gleichermaßen forderte.
Der dritte Tag führte die Gruppen hinaus in die Praxis der Industrie. Die Stahlgruppe besuchte BGH Freital, während die Nicht-Eisen-Metalle-Gruppe bei Saxonia Galvanik/Edelmetalle wertvolle Einblicke in industrielle Prozesse erhielt. Zurück an der TUBAF ging es weiter in die Projektarbeit. Besonders beeindruckend war die Arbeit mit hochauflösenden Mikroskopen, die besonders kleine Strukturen, wie Atome, sichtbar
machten.
Am letzten Tag präsentierten sich die Gruppen gegenseitig ihre Ergebnisse der vergangenen Tage. Das Camp zeigte eindrucksvoll, wie spannend und zukunftsweisend die Materialwissenschaften sind. Theorie, Praxis, Forschung und Teamarbeit griffen ineinander und machten die vier Tage zu einer bereichernden Erfahrung.
Marie Riemer, Q12
