6. Klassen entdecken das Weißenburg der Römerzeit

Wie sah die Ausrüstung eines römischen Legionärs aus? Wie betrieben die Römer ihre Körperpflege? Und wie lebten Römer und Germanen am Limes zusammen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen fanden die rund 100 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen des Schiller-Gymnasiums Hof am Montag, den 20. Juli, bei ihrer Fahrt nach Weißenburg.

Anknüpfend an die Unterrichtsinhalte in Geschichte und Latein begaben sich die Klassen auf die Spuren der Römer. Begleitet wurden sie dabei von ihren Lehrkräften Lisa Miller, Julia Senf, Kristina Lieder, Nicolas Zehe und Ralf Hildenbrand sowie von der Schulsozialpädagogin Petra Weidle. In Kleingruppen erkundeten die Schülerinnen und Schüler im Wechsel drei historische Schauplätze: das RömerMuseum, die Römische Therme und das Kastell Biriciana.

Im RömerMuseum wurde Geschichte für die Schülerinnen und Schüler greifbar. Die Museumspädagogen berichteten anschaulich vom Zusammenleben von Römern und Germanen am Limes und gewährten spannende Einblicke in den Alltag der Menschen zur Römerzeit. Ob Essbesteck, Schmuck, Handelswaren oder die Ausrüstung der Legionäre – hinter jedem Ausstellungsstück steckte eine Geschichte. Ein besonderes Erlebnis war es für die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler zudem, einen nachgebildeten Legionärshelm aufzusetzen und so für einen Moment in die Rolle eines römischen Soldaten zu schlüpfen. Großen Eindruck hinterließ außerdem der berühmte Weißenburger Römerschatz, der 1979 zufällig bei Gartenarbeiten entdeckt wurde und bis heute zu den bedeutendsten archäologischen Funden aus der Römerzeit in Bayern zählt.

Wie ausgeklügelt das Alltagsleben der Römer war, zeigte sich anschließend in der Römischen Therme. Dort führte Frau Miller die Schülerinnen und Schüler in einem spannenden Wettbewerb durch die verschiedenen Stationen eines typischen Thermenbesuchs. Dabei lernten sie das raffinierte Heizsystem der Römer kennen und staunten darüber, dass zur Körperpflege damals Öl und eine sogenannte Strigilis – ein gebogener Metallschaber – verwendet wurden. Schnell wurde deutlich, dass Thermen für die Römer nicht nur Badehäuser, sondern auch beliebte Treffpunkte des gesellschaftlichen Lebens waren.

Zum Abschluss wartete im Kastell Biriciana eine Begegnung der besonderen Art. Gemeinsam mit Frau Weidle erkundeten die Schülerinnen und Schüler das weitläufige Gelände des ehemaligen Reiterkastells. Bereits im RömerMuseum hatten die Klassen das Militärdiplom des römischen Reitersoldaten Mogetissa kennengelernt. Im Kastell selbst „erwachte“ Mogetissa dann mithilfe einer KI-generierten Stimme zum Leben und führte die Gruppen über das Areal. So erhielten die Schülerinnen und Schüler aus der Perspektive eines „Zeitzeugen“ spannende Einblicke in den militärischen Alltag an der Grenze des Römischen Reiches.

Müde, aber mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck, traten die 6. Klassen am späten Nachmittag die Rückreise nach Hof an. Manche der Themen aus dem Latein- und Geschichtsunterricht dürften sie nun mit ganz anderen Augen betrachten. Ein herzlicher Dank gilt abschließend Ann-Kathrin Liebl und Dr. Anke Emminger, die die Exkursion im Vorfeld organisiert und vorbereitet haben.

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