Das Jugendblasorchester steigerte das Niveau spürbar. Neben dem kraftvollen „Summernight Rock“ und einem mitreißenden „Best Of Green Day“ überzeugte das Ensemble mit dem anspruchsvollen „Song And Dance“ von André Waignein, dass das Orchester mit Bravour meisterte.
Den emotionalen Höhepunkt des Abends setzte das Jugendsymphonieorchester Hof. Nach eindrucksvollen Interpretationen von Vivaldi und Händel war es die Siebtklässlerin Isabell Szegedi, die mit dem Bond-Titellied „Skyfall“ von Adele die Freiheitshalle verzauberte. Selbstbewusst und ausdrucksstark auf der Bühne begeisterte sie das Publikum – und erntete stehende Ovationen. Das farbenreiche Finale des JSO-Blocks bildete die Filmmusik „The Lion King“ nach Elton John und Hans Zimmer.
Das Symphonische Blasorchester krönte den Abend auf höchstem Niveau. Den Einstieg machte das Stück „Concerto d’Amore“ mit großer Überzeugungskraft, das klanggewaltige „Nanga Parbat – King Of Mountains“ von Michael Geisler ließ die Besteigung eines der anspruchsvollsten Achttausender erahnen. Mit einem musikalischen Richtungswechsel steuerte das Konzert dann auf sein großes Finale zu. Besonders groß waren die Begeisterungsrufe beim Bon-Jovi-Medley.
Ein besonderes Solo präsentierte Finn Stumpf. Der Schüler des Schiller-Gymnasiums brillierte an der Posaune mit einem Stück für Tuba und zeigte höchste Backen-Performance und eine beeindruckende Beherrschung seines Instruments.
Doch der Abend hielt noch eine ganz besondere Überraschung bereit. Zur Zugabe lud Benjamin Sebald nicht nur die jüngsten Gäste aus den Zuschauerrängen ein, gemeinsam mit auf die Bühne zu kommen – auch zwei prominente Gäste durften das Orchester verstärken: die beiden Oberbürgermeisterkandidaten Eva Döhla und Stefan Schmalfuß. Letzterer bewaffnete sich ebenso wie seine Kontrahentin mit einer roten pBuzz-Übungstrompete und gab sich damit sichtlich zufrieden.
Was folgte, war ein umso ausgelasseneres Finale: „I Feel Good“ von James Brown – begleitet von Kindern aus dem Publikum und zwei OB-Kandidaten – verwandelte die Freiheitshalle in einen einzigen soulgeladenen Klangraum. Es wurde begeistert getanzt und geklatscht. Stehende Ovationen, ein letztes Mal.
„Young Generation 2026″ war mehr als ein Schulkonzert. Es war ein Beweis dafür, was entsteht, wenn engagierte Pädagogen junge Menschen ernstnehmen, fordern – und ihnen eine große Bühne geben. Hofs musikalische Zukunft wird bestens gefördert.
Andreas Rau, angereichert mit KI-Elementen
Bilder: Andreas Rau