Frenetischer Beifall für „Young Generation" in Hof

Ein Konzerterlebnis der besonderen Art: Am Dienstagabend begeistern Schüler des Schiller-Gymnasiums sowie Musiker der Musikschule der Hofer Symphoniker das Publikum in der Hofer Freiheitshalle.

Schüler des Schillergymnasiums haben beim Konzert „Young Generation“ im Großen Haus der Freiheitshalle vor 1500 Besuchern begeistert. Mehrfach erhoben sich die Zuschauerinnen und Zuschauer von ihren Sitzen – Standing Ovations, die an diesem Dienstagabend in der Freiheitshalle Hof verdienter kaum hätten sein können.

Beim Konzert zeigten rund 400 Schülerinnen und Schüler des Schillergymnasiums Hof, wozu sie musikalisch fähig sind – und das auf der größten Bühne der Stadt. In enger Kooperation zwischen den Lehrerinnen und Lehrern der Musikschule der Hofer Symphoniker war ein rund zweistündiges Programm entstanden, das unter der Gesamtleitung von Benjamin Sebald vier Ensembles vereinte: die Bläserklassen 5b und 6b, das Jugendblasorchester (JBO), das Jugendsymphonieorchester Hof (JSO) sowie das Symphonische Blasorchester (SBO).

Während die meisten Ensembles vom Schiller-Gymnasium getragen wurden, bildete das Jugendsymphonieorchester eine Ausnahme: Es setzte sich schulübergreifend aus Musikerinnen und Musikern aus Hof und Hochfranken zusammen.

Den Auftakt gestaltete die Bläserklasse 5b unter Ji Eun Kim mit Beethovens „Ode an die Freude“ – gespielt mit einer Frische und Spielfreude, die das Publikum sofort einnahm. Mit „When The Saints Go Marching In“ und dem rockigen „Hard Rock Blues“ bewies das jüngste Ensemble des Abends eine bemerkenswerte stilistische Bandbreite. Die Bläserklasse 6b unter Elisabeth Nußrainer setzte mit „Oompa Loompa“, dem Sesamstraßen-Ohrwurm „Mah-ná Mah-ná“ und einem überzeugend vorgetragenen „Viva La Vida“ von Coldplay eigene Akzente. Beachtlich, mit welcher Präzision die jungen Musikerinnen und Musiker die Stücke in so kurzer Lehrzeit an ihren Instrumenten einstudiert und souverän vorgetragen haben.

Das Jugendblasorchester steigerte das Niveau spürbar. Neben dem kraftvollen „Summernight Rock“ und einem mitreißenden „Best Of Green Day“ überzeugte das Ensemble mit dem anspruchsvollen „Song And Dance“ von André Waignein, dass das Orchester mit Bravour meisterte.

Den emotionalen Höhepunkt des Abends setzte das Jugendsymphonieorchester Hof. Nach eindrucksvollen Interpretationen von Vivaldi und Händel war es die Siebtklässlerin Isabell Szegedi, die mit dem Bond-Titellied „Skyfall“ von Adele die Freiheitshalle verzauberte. Selbstbewusst und ausdrucksstark auf der Bühne begeisterte sie das Publikum – und erntete stehende Ovationen. Das farbenreiche Finale des JSO-Blocks bildete die Filmmusik „The Lion King“ nach Elton John und Hans Zimmer.

Das Symphonische Blasorchester krönte den Abend auf höchstem Niveau. Den Einstieg machte das Stück „Concerto d’Amore“ mit großer Überzeugungskraft, das klanggewaltige „Nanga Parbat – King Of Mountains“ von Michael Geisler ließ die Besteigung eines der anspruchsvollsten Achttausender erahnen. Mit einem musikalischen Richtungswechsel steuerte das Konzert dann auf sein großes Finale zu. Besonders groß waren die Begeisterungsrufe beim Bon-Jovi-Medley.

Ein besonderes Solo präsentierte Finn Stumpf. Der Schüler des Schiller-Gymnasiums brillierte an der Posaune mit einem Stück für Tuba und zeigte höchste Backen-Performance und eine beeindruckende Beherrschung seines Instruments.

Doch der Abend hielt noch eine ganz besondere Überraschung bereit. Zur Zugabe lud Benjamin Sebald nicht nur die jüngsten Gäste aus den Zuschauerrängen ein, gemeinsam mit auf die Bühne zu kommen – auch zwei prominente Gäste durften das Orchester verstärken: die beiden Oberbürgermeisterkandidaten Eva Döhla und Stefan Schmalfuß. Letzterer bewaffnete sich ebenso wie seine Kontrahentin mit einer roten pBuzz-Übungstrompete und gab sich damit sichtlich zufrieden.

Was folgte, war ein umso ausgelasseneres Finale: „I Feel Good“ von James Brown – begleitet von Kindern aus dem Publikum und zwei OB-Kandidaten – verwandelte die Freiheitshalle in einen einzigen soulgeladenen Klangraum. Es wurde begeistert getanzt und geklatscht. Stehende Ovationen, ein letztes Mal.

„Young Generation 2026″ war mehr als ein Schulkonzert. Es war ein Beweis dafür, was entsteht, wenn engagierte Pädagogen junge Menschen ernstnehmen, fordern – und ihnen eine große Bühne geben. Hofs musikalische Zukunft wird bestens gefördert.

Andreas Rau, angereichert mit KI-Elementen

Bilder: Andreas Rau

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner