Am 29. Januar ging es für uns zunächst nach München zum Flughafen. Von dort aus sind wir etwa 1.500 Kilometer weiter nach Helsinki geflogen. Dort angekommen begrüßte uns die finnische Kälte mit angenehmen −20 Grad. Nachdem wir in unserem Hotel angekommen waren und unsere Zimmer bezogen hatten, gingen wir mit Herrn Weber und Frau Berner-Sebald los, um uns Helsinki anzusehen.
Wir besichtigten den beeindruckenden Dom von Helsinki, die größte orthodoxe Kathedrale Westeuropas – die Uspenski-Kathedrale –, den Hafen, die alte Hafenmarkthalle sowie das Hafenbecken, in dem man sogar schwimmen und Eisbaden kann. Besonders überrascht hat uns das Riesenrad am Hafen, denn es hatte eine besondere Gondel, die als „Sky Sauna“ bekannt ist. Wie der Name schon sagt, befindet sich in dieser Gondel eine Sauna, aus der man einen besonders guten Blick auf die Stadt hat.
Am nächsten Tag haben wir uns noch die Stadtbücherei Oodi und das Parlament von Helsinki angesehen. Danach hatten wir bis zum Nachmittag Zeit zur freien Verfügung, bis wir schließlich mit dem Zug weiter nach Joensuu gefahren sind, wo uns unsere Gastfamilien herzlich begrüßt haben.
Das Wochenende verbrachten wir dann mit unseren Gastfamilien.
Im Laufe der Woche haben wir viele verschiedene Aktivitäten unternommen. An den meisten Schultagen besuchten wir am Vormittag den Unterricht und arbeiteten in gemischten Gruppen (Deutsche und Finnen) an einem digitalen Projekt zum Thema „Living Sustainability – What Finland Teaches Us“ für unser Erasmus+ Lernprogramm. Dafür wurden die für diese Woche geplanten Aktivitäten mit Fotos dokumentiert und auf die Punkte Umweltschutz und Nachhaltigkeit hin betrachtet. Unsere Ergebnisse hielten wir auf einer digitalen Pinnwand fest https://app.fobizz.com/pinboard/public_boards/dd1c028d-7c8b-43d3-8188-83ed62a17a70?token=9862a00989e6943d6826956ba7b0e143
Nun aber zu diesen Aktivitäten:
Unser erstes Highlight war das Eisbaden auf der kleinen Insel Ilosaari, die in einem See in Joensuu liegt. Dabei gingen wir immer zuerst in eine Sauna, die dort vor Ort war, bevor es anschließend ins Eisloch ging. Eine bleibende Erfahrung!
An einem anderen Tag besuchten wir den Koli-Nationalpark. Er war wirklich sehr beeindruckend und sah aus wie aus einem Bilderbuch, denn alles war dick verschneit. Dort bekamen wir eine Führung durch das Museum des Parks und gingen anschließend Schneeschuhwandern, wobei wir einen großartigen Ausblick über den Nationalpark hatten.
Eine weitere Erfahrung, die wir machen durften, war das Backen von traditionellen karelischen Piroggen mit Eibutter sowie dem Hefegebäck Pulla. Dafür wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und am Ende haben wir alle gemeinsam unsere Gebäckstücke gegessen – sie waren sehr lecker. An einem Schultag gab es außerdem ein besonderes Ereignis: den Penkkarit-Umzug. Hier feiern die älteren Schüler das Ende ihrer Schulzeit. Sie verkleiden sich, fahren mit geschmückten Trucks durch die Stadt und werfen den Menschen, an denen sie vorbeifahren, Süßigkeiten zu.
An unserem letzten Abend gab es noch eine kleine Verabschiedung für uns in der Schule. Es gab ein Buffet mit vielen leckeren Sachen, zu dem jeder etwas mitgebracht hatte. Wir haben zusammen gegessen und eine finnische Schülerin hat uns etwas auf ihrer Kantele – einem finnischen Zupfinstrument – vorgespielt. Es war ein sehr schöner Abend und er hat uns allen sehr gut gefallen.
Am nächsten Tag besuchten wir noch einmal für die ersten Stunden den Unterricht, bevor es anschließend zum Bahnhof ging, wo wir uns von unseren finnischen Gastfamilien verabschieden mussten. Der Abschied fiel uns schon ein bisschen schwer, aber da uns unsere Austauschpartner im April besuchen werden, freuten wir uns darauf, sie bald wiederzusehen.
Als wir schließlich wieder am Flughafen in Helsinki angekommen waren, saßen wir kurze Zeit später auch schon im Flugzeug nach München, wo uns ein Bus zurück nach Hof brachte. Dort angekommen holten uns unsere Eltern ab und wir freuten uns sehr, sie wiederzusehen.
Der Schüleraustausch nach Joensuu war wirklich eine sehr tolle und besondere Erfahrung. Wir haben viele neue Leute kennengelernt, sowohl finnische als auch deutsche, und konnten viele schöne neue Eindrücke sammeln.
Klara Grübl, 9d