Schiller-Lehrer als Juror beim Bundeswettbewerb "Jugend präsentiert" in Berlin

Als „Checker-Julian“ am Sonntag die Bühne in der Berliner Akademie der Künste betritt, ist schnell klar: In den vergangenen Tagen haben wir hier Schülerinnen und Schüler gesehen, die das deutlich besser machen, als der ARD-Moderator. „Normalerweise schreiben mir meine Redakteure die Sachen, die ich sagen soll!“, meint dieser. Doch, und das ist die Lehre, die viele, viele Schülerinnen und Schüler an diesem Wochenende teils schmerzlich, teils sehr gefasst erfahren mussten: Es ist nicht immer alles fair.

Doch der Reihe nach: Fast 10.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland, starten im Februar in den Wettbewerb „Jugend präsentiert 2026“. Schulausscheide, Landeswettbewerbe, Präsentationsakademien – es werden immer weniger, bis am Ende nur noch 151 übrig bleiben. Und diese waren nach Berlin gekommen, um ihren Meister oder ihre Meisterin zu finden – beim Wettbewerb sprach man übrigens von „Meister*in“.

Im Vorfeld musste die Jury bereits Videos bewerten. Unser Schiller-Juror, Herr Spieler, die für die Kategorie „Darstellungsvermögen“ verantwortlich war, konnte dabei in sieben Kategorien maximal 35 Punkte vergeben. In Berlin angekommen, ging es dann zu Workshops, Kennenlerntreffen und dem Austausch mit anderen Jury-Lehrkräften und ehemaligen Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmern, bevor es dann am Samstag hieß: Jungend präsentiert! In einer Vormittags- und einer Nachmittagsrunde liefen die Beamer der Lise-Meitner-Schule heiß, die Presenter rauchten und die Wasserflaschen wurden im Akkord geleert. „Ordnung und Unordnung“ war das naturwissenschaftliche Leitthema des diesjährigen Wettbewerbs und es wurde höchstinteressant und auf höchstem Niveau ausgelegt und präsentiert.

Das Schiller-Gymnasium war in diesem Jahr beim Bundeswettbewerb nicht vertreten – ein Novum, da wir in den vergangenen Jahren bereits sehr erfolgreich in Berlin präsentieren durften. Am Ende des Samstags standen dann die Top 6 fest, die am Sonntag, dann vor einer sechsköpfigen Jury aus ehemaligen Wettbewerbsgewinnerinnen und Hochschulprofessoren, nochmals ran durften. 

Am Ende gewann Julian Leitner, vom Welfen-Gymnasium in Schongau. Er hatte das Thema „Wie erschafft dein Gehirn eine Erinnerung?“ am Überzeugendsten präsentiert – und bereits im Saal entbrannte hier die Wut der Lehrkräfte, deren Schülerin auf den 4. Platz gewählt wurde, da „dies auf jeden Fall eine Top-3-Platzierung hätte sein müssen.“ Subjektive Bewertungswettbewerbe bringen also bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften die goldene Erkenntnis mit sich: Es ist nicht immer alles fair!

Auch Schiller-Schüler standen in den vergangenen Jahren bereits in Berlin auf der Bühne. Der Sieg blieb in diesem Jahr in Bayern, ging allerdings nach Schongau.

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