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Fahrten Kunst

In die Moderne (und darüber hinaus)

Das erhöhte Anforderungsniveau Kunst in Stuttgart

Die Postmoderne wird vielerorten als gewöhnungsbedürftig empfunden: Klassizistische Travertin-Kuben treffen auf neongrün gerahmte Glasvorhänge. Kann KI eigentlich auch hässlich? Die sogenannte Neue Staatsgalerie in Stuttgart dürfte jedenfalls Fake sein, oder?

Man brach zu einer Expedition auf; strebte nach Vergewisserung und fand in postmoderner Schale nichts weniger, als die Moderne in a nut shell; die Gelegenheit, zwei Jahre Kunstunterricht am Original Revue passieren zu lassen; aber auch einen spannenden Ausblick auf die Zeit nach dem Sommer: Den menschlichen Körper in der Kunst.

Expeditionen aber beugen sich nie vollständig dem Kalkül und Fehler führen öfter zur Erkenntnis. Nach einem durchtanzten Abend eine U-Bahn-Haltestelle zu spät auszusteigen, erfordert Improvisation für die Wegführung zum Basislager. So stießen wir auf eine herrlich schnoddrige Galerie mit alternativer Kunstszene und konnten einige spannende Gespräche über die Werke dort und über das Habitat Stuttgart mit den eingeborenen Kunstschaffenden führen.

Stuttgart ist damit eine Stadt der Disparitäten: Kunst für zwischen 20 und 20.000.000 Euro; Stadtplanung im Gegeneinander von Straßen-Bündeln und Park-Breschen; ein Bahnhof, der scheinbar nie ans Ziel kommt und eine Hofer Expedition, die weit mehr findet, als beabsichtigt.

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