Schiller-Gymnasium verabschiedet Abiturjahrgang 2024/2026
Es war ein Tag der warmen Worte – und das im wahrsten Sinne. Bei 36 Grad Außentemperatur, war die Aula des Schiller-Gymnasiums genau der richtige Ort, um die 61 Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2024/2026 zu verabschieden. Es war seit 2011 der erste Jahrgang, der wieder das neunjährige Abitur in Bayern ablegte – und das mit Bravour: 40 Prozent erreichten einen Schnitt mit der Eins vor dem Komma, sechsmal gab es die Note 1,0 und ein Schüler darf sich sogar an der Stiftung Maximilianeum versuchen, einem mehrstufigen Auswahlverfahren für die Besten der Besten der Besten – fast wie bei den Men in Black.
Musikalisch umrahmt wurde die Verabschiedung traditionell vom hauseigenen Ensemble des Schiller-Gymnasiums. Und wenn man den Blick aus der Dirigentenposition des Adrian Stieglitz in die Ensemblerunde wählte, so fiel auf, dass in diesem Jahr extrem viele Musikerinnen und Musiker dem Abiturjahrgang angehörten. Der Weggang wird schmerzen, doch schaffen es unsere Musikerinnen und Musiker durch ihre hervorragende Nachwuchsarbeit sicher, auch diesen zu kompensieren.
Schulleiterin Dr. Anke Emminger richtete dann einen Strauß lobender Worte an den Jahrgang. Sie hob die tolle Zusammenarbeit, den stilvollen Abischerz und die Unterstützung bei der Planung von Gottesdienst und Verabschiedung hervor und wünschte den Schülerinnen und Schülern eine Vielzahl an schönen Tagen, die es auf ihrem weiteren Lebensweg zu pflücken gilt, „carpe diem“.
Der Auftritt von Stefan Schmalfuß hatte dann schon fast das Zeug fürs Guinnesbuch der Rekorde: Er feierte, ganz im Sinne der aktuellen Fußball-WM, einen Hattrick, denn er besuchte die Verabschiedungszeremonie als Oberbürgermeister der Stadt Hof, Mitglied unseres Elternbeirats sowie stolzer Vater einer Abiturientin. Und so ließ er es sich nicht nehmen, seine Worte mit einer sehr persönlichen Note zu verzieren, eine Mischung aus Stolz, Freude und Heimatverbundenheit.
Für diese steht traditionell auch die Absolvia, welche auch in diesem Jahr die besten Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs mit einem Geldpreis, einer Urkunde und einer Schiller-Büste auszeichnete. Und da musste 2026 tief in die Tasche gegriffen werden, freuten sich doch ganze sechs Schülerinnen und Schüler über die Traumnote 1,0.
Muna Khafaja und Lukas Oelschlegel zeigten dann mit ihrer Abiturrede, warum der Jahrgang von allen im Haus so hoch gelobt wurde. Mit vielen netten, bedachten, freundlichen und reifen Worten, zogen die beiden ein Resümee über die Schulzeit und die Wegbegleiter und Freunde, die sie auf ihrem 13jährigen Weg gefunden haben. Es war, subjektiv erlebt, die Abiturrede, die den Begriff „Reife“ mit Stempel und Siegel verdient.
Die Verleihung der Abiturzeugnisse, vorgenommen von Schulleiterin Dr. Anke Emminger, die jedem einzelnen Abiturienten und jeder Abiturientin ein paar sehr persönliche Worte mit auf den Weg gab, sowie Oberstufenkoordinator Jochen Stadelmann, der bei der Verleihung des Reifezeugnisses an Tochter Lara für einen der emotionalsten Momente der Verabschiedung sorgte, war dann der Höhepunkt und gleichzeitig das Ende. Nun, nicht ganz, denn das traditionell letzte Wort, gehörte dem Oberstufenkoordinator selbst, welcher die Schulzeit der 61 Schülerinnen und Schüler, so nennen wir sie nun zum letzten Mal, beendete.
Im Anschluss gab es einen kleinen Umtrunk, organisiert vom Elternbeirat des Schiller-Gymnasiums.

Abiturgottesdienst 2024/2026 – Bewegender Gottesdienst in religiöser Gastfreundschaft
Alle waren eingeladen, fast alle kamen: Dem Jahrgang war es sehr wichtig gewesen, die Abiturfeier mit einem Gottesdienst zu eröffnen – und als sie am Ende in einem großen Kreis im Altarraum auf die gemeinsame Zeit zurückblickten und einander beim Segen an den Händen hielten, da war in der St. Marienkirche eine Intensität zu spüren, die lange nachwirkte. „Wes Geistes Kind bist Du, wes´ Ebenbild“ – dieser Gedanke stand über der Predigt von Pfarrerin Kemnitzer, denn das Abi-Motiv bot eine Steilvorlage: Aus dem berühmten Gemälde „Die Erschaffung Adams“ hatte man eine Neuschöpfung des Menschen im Gegenüber der KI gezeichnet. Doch: Die ist erfüllt mit menschlicher Energie, menschlicher Projektion, sie gewinnt ihre Macht aus dem, was der Mensch ihr zutraut. Wie anders ist das humanistische und religiöse Menschenbild, das dem Menschen als Gegenüber eine lebendige, überfließende, vielfältige Fülle an Inspiration und Energie wünscht – und einen Willen zu echtem Leben. „Wer willst Du sein, wes Geistes willst Du sein, wie wirst Du der Mensch, als der Du gemeint bist?“ – das sind Fragen, die an der Passage zwischen Schule und dem jungen Erwachsensein stehen. Der Gottesdienst wurde festlich ausgestaltet von vielen Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs, die sich dafür extra viel Zeit genommen haben. Max Lorenz und Lara Stadelmann berührten die Zuhörer mit eindringlichen Texten, Paul Schubert begleitete den Gemeindegesang an der Orgel und musizierte am Klavier – Lisette Beck, Amelie Walter, Samuel Hintz und Lilly Rödel ließen noch einmal die musikalische Kunst des Schillergymnasiums aufklingen. Der Dank an die Eltern, Freunde und Familien war herzlich und bewegend – und als diese den Auszug des Jahrgangs mit dem Lied „Geh unter der Gnade“ begleiteten, hatte die Feier in der St. Marienkirche ihren schönsten Sinn erreicht – eine kostbare Stunde Innehalten und Dankbarsein, würdig und mit Raum für alles, was so wichtig ist – für Seele, Herz und Geist.















