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Musik und Literatur – eine glückliche Verbindung

Kokott & Georgi begeistern das Schiller-Gymnasium

Musik und Literatur verschmolzen am Freitag, den 13. März 2026 zu einer eindrucksvollen Einheit, als das Künstlerduo Kokott & Georgi wie in den letzten Schuljahren die Schülerinnen und Schüler der Q12 sowie der 7. Jahrgangsstufe in seinen Bann zog.

Am 13.03.2026 waren Kokott & Georgi bei uns in der Schule und haben für die 7. Klassen eine besondere Aufführung durchgeführt. Sie haben uns unter dem Titel „… ich werde weiterzieh’n“verschiedene Balladen vorgestellt und diese auf eine sehr kreative und spannende Weise präsentiert. In den Balladen ging es um Themen wie Liebe, Tod oder auch Mord. Manche Geschichten waren dabei etwas traurig oder ein bisschen gruselig, aber genau das hat sie interessant gemacht. Durch die Musik und die Art, wie die beiden gesprochen haben, konnte man sich alles gut vorstellen und richtig mitfühlen. Besonders schön war, dass es nie langweilig wurde. Kokott & Georgi haben die Texte lebendig und anschaulich vorgetragen, sodass man gemerkt hat, wie viel Spaß sie selbst dabei haben. Dadurch haben viele aus der 7. Klasse erkannt, dass Balladen gar nicht so langweilig sind, wie man vielleicht zuerst denkt. Insgesamt war es eine sehr gelungene Aufführung und eine schöne Erfahrung für die 7. Klassen. Es hat Spaß gemacht zuzuhören und war eine tolle Abwechslung zum Unterricht.

Im zweiten Teil des Vormittags tauchten die Oberstufenschüler in die Gedanken- und Gefühlswelt Heinrich Heines ein. Durch virtuoses Instrumentalspiel und eindringliche Rezitation entstand ein lebendiges Porträt des streitbaren Dichters und scharfsinnigen Satirikers. Heines kritischer Blick auf Kirche, Politik und Zeitgeist wurde dabei ebenso greifbar wie seine sprachliche Eleganz. Die Darbietung verlangte Aufmerksamkeit und geistige Wachheit, denn hinter der unterhaltsamen Oberfläche verbargen sich feine Pointen und vielschichtige Aussagen – nicht zuletzt geprägt durch Heines Erfahrungen im Pariser Exil. Gerade diese Verbindung aus politischer Klarheit, satirischer Schärfe und leidenschaftlichem Freiheitsstreben ließ seine Texte eindringlich wirken.

Kokott & Georgi machten eindrucksvoll deutlich, dass Literatur kein statisches Gebilde ist, sondern lebendig wird, wenn sie kreativ interpretiert und mit künstlerischer Fantasie neu zum Klingen gebracht wird.

Vielen Dank dafür!

Lina Langheinrich (7b) und Andreas Hahn (Fachschaftsleiter Deutsch)

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Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft

Keine Schokolade zum Frühstück

In einer neuen Vortragsreihe, die für das W-Seminar „KI“ von Herrn Spieler organisiert wird, geht es in diesem Schuljahr um Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft. Den Anfang machte die erfolgreiche Managerin Inna Dietz. Zugeschaltet aus München, erzählte die Senior Managerin der Weltfirma Mondelez (Milka, Oreo, Philadelphia, Toblerone, Tuc, usw.), wie ihr beruflicher Werdegang war, wie sie mit Ablehnung und ihrer Rolle als Frau in einer Führungsposition umgeht. Wie sie ihr Weg von einem kleinen Ort in der Südukraine, über Kiew, wo sie mit 17 alleine zum Studieren hinging, zu Microsoft, der Allianz, LinkedIn und anderen Weltkonzernen führte. 

Es entstand eine rege Diskussion mit den interessierten Schülerinnen des Kurses, die vor allem daran interessiert waren, wie Frau Dietz nach beruflichen Rückschlägen den Mut und die Motivation gefunden hat, weiterzumachen, aber auch, welche Rolle künstliche Intelligenz im heutigen Berufsalltag der Global Player spielt. 

Wir danken Frau Dietz, die in dem fast einstündigen Gespräch zahlreiche interessante und wertvolle Einblicke ins heutige Leben einer Top-Managerin gab – alles übrigens auf Englisch, also international.

Die Vortragsreihe wird im Mai mit einer rennomierten Forscherin der CalTec-University in Kalifornien fortgesetzt.

Live aus München zugeschaltet: Mondelez-Managerin Inna Dietz im Gespräch mit dem KI-Seminar der Q12 von Herrn Spieler.

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Stadt Hof ehrt erfolgreiche Schiller-Sportlerinnen

Bayerische Meisterinnen der Rhythmischen Sportgymnastik

Freitag für Freitag trainieren die Schülerinnen des Kurses „Rhythmische Sportgymnastik“ in der Jahnturnhalle. Schülerinnen trainieren Schülerinnen und Frau Till hat die Gesamtleitung. Die Musik dröhnt aus den übersteuernden Boxen, der Leichtathletikkurs daneben kann bereits mitsingen. 

Und im vergangenen Schuljahr war es dann soweit: Die Wettkampfklasse IV der Rhythmischen Sportgymnastik des Schiller-Gymnasiums krönte ihren Trainingseifer mit dem Bayerischen Meistertitel. Dafür wurde das Team jetzt von Hofs Oberbürgermeiterin Eva Döhla sowie Hofs Sportverbandspräsidenten Dominik Zeh ausgezeichnet.

Wir gratulieren unseren erfolgreichen Schülerinnen!

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Schneesportwoche der 7. Jahrgangsstufe

Hinterbrandthof Hinterglemm – unser persönliches Home of Lässig

Der Start in die Mega-Skischaukel hätte nicht besser sein können: Schon am zweiten Tag sind alle mit dem Lift unterwegs – von Anfängern keine Spur mehr!  Mit viel Ehrgeiz, Teamgeist und Durchhaltevermögen wächst jeder über sich hinaus, überwindet eigene Grenzen und sammelt täglich neue Erfahrungen. Egal ob auf Ski, Snowboard oder zu Fuß – die Gruppen zeigen, was Motivation und Zusammenhalt wirklich bedeuten.  Der krönende Abschluss: Am letzten Tag meistern alle die Talabfahrt. Eine unglaublich starke und motivierte Gruppe – voller Fortschritt, Spaß und unvergesslicher Erinnerungen 

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Kammerkonzert des Schiller-Gymnasiums

Umjubeltes Konzert in besonderem Rahmen

Am Samstag, den 14.03.2026 durfte das Kammermusikensemble und der „Dreigesang“ Hanna, Mia und Saphira Lutsch-Kelemen unter der musikalischen Leitung von Martin Röder ein ganz besonderes Konzert geben: Schlossherr Louis von der Borch lud die Ensembles zu einem seiner beliebten „Sophienreuther Schlosskonzerte“ ein, damit sie dort im Konzertsaal des Schlosses einen ganzen Abend unter dem Motto „Eine musikalische Wunderkiste“ gestalten. Und so entstand ein sehr abwechslungsreiches Programm in ganz unterschiedlichen Besetzungen. Berühmte Filmmusiken erklangen, zum Beispiel aus „Forrest Gump“ oder aus „Der Pate“, Meisterwerke klassischer Musik wie Schostakowitschs „Walzer Nr.2“, Mendelssohns a capella vorgetragenes „Hebe deine Augen auf“, verschiedene Tangos wie Piazzollas „Libertango“, aber auch Rock-/Popmusik in Gestalt der „Bitter Sweet Symphony“. Nicht wenige Zuhörerinnen und Zuhörer hatten Tränen in den Augen und quittierten das Konzert mit großem Beifall und sogar Standing Ovations. Auch das beeindruckende Ambiente des Schlosses trug zum großartigen Gelingen bei: Vor dem offenen Kamin gab es in der „Trinkhalle“ raffinierte Häppchen und Getränke, sowie tolle Gespräche. Kurz und gut: Ein rundum gelungener Abend!

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Konzert „Young generation“

Frenetischer Beifall für „Young Generation" in Hof

Ein Konzerterlebnis der besonderen Art: Am Dienstagabend begeistern Schüler des Schiller-Gymnasiums sowie Musiker der Musikschule der Hofer Symphoniker das Publikum in der Hofer Freiheitshalle.

Schüler des Schiller-Gymnasiums haben beim Konzert „Young Generation“ im Großen Haus der Freiheitshalle vor 1500 Besuchern begeistert. Mehrfach erhoben sich die Zuschauerinnen und Zuschauer von ihren Sitzen – Standing Ovations, die an diesem Dienstagabend in der Freiheitshalle Hof verdienter kaum hätten sein können.

Beim Konzert zeigten rund 400 Schülerinnen und Schüler des Schiller-Gymnasiums Hof, wozu sie musikalisch fähig sind – und das auf der größten Bühne der Stadt. In enger Kooperation zwischen den Lehrerinnen und Lehrern der Musikschule der Hofer Symphoniker war ein rund zweistündiges Programm entstanden, das unter der Gesamtleitung von Benjamin Sebald vier Ensembles vereinte: die Bläserklassen 5b und 6b, das Jugendblasorchester (JBO), das Jugendsymphonieorchester Hof (JSO) sowie das Symphonische Blasorchester (SBO).

Während die meisten Ensembles vom Schiller-Gymnasium getragen wurden, bildete das Jugendsymphonieorchester eine Ausnahme: Es setzte sich schulübergreifend aus Musikerinnen und Musikern aus Hof und Hochfranken zusammen.

Den Auftakt gestaltete die Bläserklasse 5b unter Ji Eun Kim mit Beethovens „Ode an die Freude“ – gespielt mit einer Frische und Spielfreude, die das Publikum sofort einnahm. Mit „When The Saints Go Marching In“ und dem rockigen „Hard Rock Blues“ bewies das jüngste Ensemble des Abends eine bemerkenswerte stilistische Bandbreite. Die Bläserklasse 6b unter Elisabeth Nußrainer setzte mit „Oompa Loompa“, dem Sesamstraßen-Ohrwurm „Mah-ná Mah-ná“ und einem überzeugend vorgetragenen „Viva La Vida“ von Coldplay eigene Akzente. Beachtlich, mit welcher Präzision die jungen Musikerinnen und Musiker die Stücke in so kurzer Lehrzeit an ihren Instrumenten einstudiert und souverän vorgetragen haben.

Das Jugendblasorchester steigerte das Niveau spürbar. Neben dem kraftvollen „Summernight Rock“ und einem mitreißenden „Best Of Green Day“ überzeugte das Ensemble mit dem anspruchsvollen „Song And Dance“ von André Waignein, dass das Orchester mit Bravour meisterte.

Den emotionalen Höhepunkt des Abends setzte das Jugendsymphonieorchester Hof. Nach eindrucksvollen Interpretationen von Vivaldi und Händel war es die Siebtklässlerin Isabell Szegedi, die mit dem Bond-Titellied „Skyfall“ von Adele die Freiheitshalle verzauberte. Selbstbewusst und ausdrucksstark auf der Bühne begeisterte sie das Publikum – und erntete stehende Ovationen. Das farbenreiche Finale des JSO-Blocks bildete die Filmmusik „The Lion King“ nach Elton John und Hans Zimmer.

Das Symphonische Blasorchester krönte den Abend auf höchstem Niveau. Den Einstieg machte das Stück „Concerto d’Amore“ mit großer Überzeugungskraft, das klanggewaltige „Nanga Parbat – King Of Mountains“ von Michael Geisler ließ die Besteigung eines der anspruchsvollsten Achttausender erahnen. Mit einem musikalischen Richtungswechsel steuerte das Konzert dann auf sein großes Finale zu. Besonders groß waren die Begeisterungsrufe beim Bon-Jovi-Medley.

Ein besonderes Solo präsentierte Finn Stumpf. Der Schüler des Schiller-Gymnasiums brillierte an der Posaune mit einem Stück für Tuba und zeigte höchste Backen-Performance und eine beeindruckende Beherrschung seines Instruments.

Doch der Abend hielt noch eine ganz besondere Überraschung bereit. Zur Zugabe lud Benjamin Sebald nicht nur die jüngsten Gäste aus den Zuschauerrängen ein, gemeinsam mit auf die Bühne zu kommen – auch zwei prominente Gäste durften das Orchester verstärken: die beiden Oberbürgermeisterkandidaten Eva Döhla und Stefan Schmalfuß. Letzterer bewaffnete sich ebenso wie seine Kontrahentin mit einer roten pBuzz-Übungstrompete und gab sich damit sichtlich zufrieden.

Was folgte, war ein umso ausgelasseneres Finale: „I Feel Good“ von James Brown – begleitet von Kindern aus dem Publikum und zwei OB-Kandidaten – verwandelte die Freiheitshalle in einen einzigen soulgeladenen Klangraum. Es wurde begeistert getanzt und geklatscht. Stehende Ovationen, ein letztes Mal.

„Young Generation 2026″ war mehr als ein Schulkonzert. Es war ein Beweis dafür, was entsteht, wenn engagierte Pädagogen junge Menschen ernstnehmen, fordern – und ihnen eine große Bühne geben. Hofs musikalische Zukunft wird bestens gefördert.

Andreas Rau, angereichert mit KI-Elementen

Bilder: Andreas Rau

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Zeigt her unser Schiller, …

...zeigt her unsere Schul'

Das Wichtigste gleich vorweg: Wer am vergangenen Samstag keine Zeit hatte, beim Kindervormittag des Schiller-Gymnasiums teilzunehmen, weil er oder sie zum Beispiel bei den Deutschen Meisterschaften im Garde- und Schautanz in Köln, oder den Leichtathletik-Hallen-Kreismeisterschaften aktiv war – KEIN PROBLEM! Wir am Schiller-Gymnasium vereinen Schule und das persönliche Engagement unserer (zukünftigen) Schülerinnen und Schüler und so ermöglichen wir es allen Interessierten, die sich für den Übertritt das „Schiller“ gerne nochmal ansehen wollen, dies auch zu tun. Einfach einen Termin unter 09281/72640 bis Ostern vereinbaren – und schon gibt es das Schiller-Erlebnis exklusiv zum Nacherleben, natürlich auch mit deinen Eltern!

Aber was ist das „Schiller-Erlebnis“? Es ist eine riesen große Schulfamilie in einem gemütlichen Schulhaus. Was? Du hast gehört, dass man sich im „Schiller“ verlaufen kann? Das dachten auch einige der Viertklässlerinnen und Viertklässler, die am vergangenen Samstag unsere Schule besuchten. Doch schon nach dem ersten Gang durchs Treppenhaus war dieser Irrglaube revidiert: Helle Gänge, freundliches Schulhaus und Schilder, die einem in jeder Lage den Weg weisen. Fakenews widerlegt! Gecheckt!

Denn rund 170 Kinder haben genau das gemacht: Das Schiller gecheckt! Und wie! Mit fast 50 Tutorinnen und Tutoren an der Seite, erkundeten die interessierten Fast-Gymnasiastinnen und Gymnasiasten unsere Sportklasse mit DFB-Kooperation, unseren MINT-Stützpunkt mit Hologramm-Projektor, unsere Bläserklasse, mit Sebaltainment, Elterncafé, betrieben von unseren Kuchenprofis der Ku – ähm, Q13, der gebundenen Ganztagsklasse mit Teamspirit – only @Schiller –  und vieles, vieles mehr. Was gemacht wurde und wer alles dabei war, gibt es in unserer Bildergalerie.

Übrigens: Am kommenden Dienstag, gibt es ab 19 Uhr das Konzert „Young Generation“ in der großen Freiheitshalle. Eintritt frei, Kommen erwünscht. Und wenn dir währenddessen klar wird, dass du Teil dieser einzigartigen Schulfamilie werden möchtest – kein Problem! Die Voranmeldung ist ab sofort online möglich!

Wir freuen uns auf dich!

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Schiller-Gymnasium: Join the community

Elterninformationsabend 2026

Fast 200 Gäste hatten den Weg am Mittwochabend in die Räumlichkeiten unseres Schiller-Gymnasiums gefunden – und über allem thronte die Frage: Warum Schiller?

Klar, einige Entscheidungen sind vielleicht schon getroffen, andere sind im Prozess noch ganz am Anfang. Fakt ist: Das Schiller-Gymnasium freut sich über jedes neue Mitglied unserer großen und vielfältigen Schulfamilie. 

Und so präsentierte unsere Schulleiterin, Dr. Anke Emminger, in einer kurzweiligen Rede die wichtigsten Eckdaten unseres Gymnasiums und skizzierte das erste Schuljahr der neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler. Natürlich erst, nachdem ihr die Schülerinnen und Schüler unserer Bläserklasse 5b, geführt in Kooperation mit unserem langjährigen Partner, der Musikschule der Hofer Symphoniker, auch das Wort erteilt hatten. 

In medias res ging es dann in geführten Kleingruppen durch das Schulhaus, und egal ob bei Mister Tablet, Stefan Bäumler, dem Team der OGTS, den Musikern Benjamin Sebald und Adrian Stieglitz, den Naturwissenschaften, der Schiller-Denkfabrik mit Robotik, 3-D-Druck und Robo-Dog, dem Ganztag, der Bibliothek, dem Snackstand oder der Sportklasse – neu mit unserem Kooperationspartner, der DFB-Junior-Coach Ausbildungsschule, extra für alle, die im Fußball sagen: „Ich Kane es!“ – es war nur ein kleiner Teil des Angebots, welches die neuen Schülerinnen und Schüler an unserem Schiller-Gymnasium erwarten würde. Frei nach dem Motto: Alles kann, nichts muss! 

Was jedoch sicher ist: Jede neue Schülerin, jeder neue Schüler, alle neuen Eltern, Erziehungsberechtigten und Großeltern sind herzlich eingeladen, ein Teil unserer Schiller-Schulfamilie zu werden!

Wir freuen uns!

Und nicht vergessen: Am Samstag, den 14. März, startet unser Kindervormittag mit Elterncafé um 10 Uhr in der Aula!

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EU-Gesetzgebung zum Anfassen

Zwölftklässler schlüpfen in die Rolle von Abgeordneten

Am Mittwoch, den 4. März 2026, verwandelten sich vier Klassenzimmer des Schiller-Gymnasiums Hof in Sitzungsräume des Europäischen Parlaments. 77 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 nahmen im Fach Politik und Gesellschaft an einem digitalen Planspiel zur Gesetzgebung der Europäischen Union teil und schlüpften dabei selbst in die Rolle von Abgeordneten.

Im Zentrum des Spiels stand ein Gesetzesvorschlag zur Kennzeichnung des CO₂-Fußabdrucks von Lebensmitteln. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler bestand darin, über den Vorschlag zu beraten, Änderungsanträge zu diskutieren und schließlich über den finalen Gesetzestext abzustimmen. Dabei mussten sie sich nicht nur mit Positionen innerhalb des Parlaments auseinandersetzen, sondern auch über Änderungsanträge des Rates der Europäischen Union beraten, der den Vorschlag mit eigenen Anpassungen an das Parlament zurückspielte. Wie im echten parlamentarischen Alltag mussten dabei unterschiedliche politische Positionen, nationale Interessen und strategische Überlegungen miteinander in Einklang gebracht werden.

Die Teilnehmenden waren dabei vier fiktiven politischen Fraktionen zugeordnet – der Europäischen Solidaritätsfraktion, der Europäischen Umweltfraktion, der Europäischen Freiheitsfraktion und der Europäischen Traditionsfraktion – und vertraten die entsprechenden politischen Positionen. Schnell entwickelte sich eine lebhafte Debattenatmosphäre: Unter Zeitdruck berieten die Fraktionen intern über ihre Strategie, Abgeordnete meldeten sich zu Wort, um ihre Position zu verteidigen, und im Plenum wurde um Mehrheiten gerungen. Dabei zeigte sich, dass politische Entscheidungsprozesse selten geradlinig verlaufen – Kompromisse gehören zum parlamentarischen Alltag. Zwischen Fraktionsarbeit, Ausschusssitzungen und Plenardebatten wechselten die Schülerinnen und Schüler zudem mehrfach die Räume – eine organisatorische Dynamik, die an den Arbeitsrhythmus des Europäischen Parlaments erinnert, dessen Ausschüsse überwiegend in Brüssel tagen, während die großen Plenarsitzungen in Straßburg stattfinden.

Besonders viel Zustimmung erhielten die Änderungsanträge, die wirtschaftliche und soziale Aspekte stärker berücksichtigten. So sprachen sich viele Abgeordnete dafür aus, Familienbetriebe bei der Umstellung finanziell zu unterstützen und größeren Unternehmen kürzere, kleineren Landwirtschaftsbetrieben dagegen längere Übergangsfristen einzuräumen. Ebenfalls auf breite Zustimmung stieß der Vorschlag, die Kennzeichnung nicht verpflichtend, sondern freiwillig zu gestalten.

Am Ende zeigte sich auch im Planspiel, wie entscheidend Fraktionsarbeit und strategische Abstimmungen für politische Ergebnisse sind. Besonders erfolgreich war die Fraktion „Tradition“, deren Positionen sich in mehreren zentralen Punkten durchsetzen konnten.

Das Planspiel bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, europäische Politik nicht nur theoretisch zu besprechen, sondern aktiv zu erleben. Argumentieren, Kompromisse aushandeln, Mehrheiten organisieren – all das gehört zur parlamentarischen Arbeit dazu und wurde in der Simulation unmittelbar erfahrbar. „Es hat richtig Spaß gemacht, sich argumentativ mit den anderen Fraktionen zu duellieren, auch wenn der Zeitdruck immens war“, resümierte ein Schüler in der Feedbackrunde treffend.

Andrea Bischoff, Gisela Becker, Gertraud Pichlmeier und Ralf Hildenbrand

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Selber MINT-Tag 2026

Das Schiller blickt in die Gegenwart und Zukunft der Naturwissenschaften

Am 10. Februar 2026 nahmen die Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Chemie und Physik des Schiller-Gymnasiums Hof am Selber MINT-Tag teil. Ziel der Veranstaltung war es, spannende Einblicke in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu gewinnen, die vielfältigen Möglichkeiten dieser Fachrichtungen kennenzulernen und gleichzeitig ansässige MINT-Unternehmen zu besuchen.

Bereits um 8:00 Uhr startete der Tag mit der Busfahrt nach Selb. Ziel war das Rosenthal-Theater, wo wir um 9:00 Uhr herzlich empfangen wurden. Dort eröffnete Anton Sack (Wissenschaftlicher Mitarbeiter Hochschule Hof) die Veranstaltung mit einem Impulsvortrag zum Thema „MINT für Möglichmacher“. In seinem Vortrag zeigte er eindrucksvoll, welche zentrale Rolle MINT-Berufe für Innovation, Wirtschaft und unsere Zukunft spielen und ermutigte uns, unseren eigenen Interessen in diesen Bereichen nachzugehen. Er betonte, dass der berufliche Weg oft nicht gradlinig und einfach, sondern oft steinig und mit Umwegen behaftet ist.

Im Anschluss an diesen interessanten Vortrag wurden alle Teilnehmenden in kleinere Gruppen aufgeteilt und in die zuvor selbst gewählten verschiedenen Unternehmen in Selb und im Selber Umland gefahren. So konnten wir vor Ort den Arbeitsalltag in MINT-Berufen kennenlernen und selbst aktiv werden. Zu den von uns besuchten Betrieben gehörten unter anderem EZD, Kyocera, Linseis, Lamilux, RAPA und Netzsch. In den Betrieben durchliefen wir mehrere Stationen, erhielten Kurzvorträge und praktische Einblicke in Arbeitsprozesse und durften selber Kleinversuche in den Laboren durchführen. Auch wurden wir großzügig verpflegt und erhielten von den jeweiligen Betrieben tolle Geschenke.

Um 14:30 Uhr trafen sich alle Gruppen wieder im Rosenthal-Theater. Nach einer gemeinsamen Verabschiedung und einem kurzen Rückblick auf die gesammelten Eindrücke (per Online Befragung) ging es mit dem Bus zurück zur Schule, wo der MINT-Tag gegen 15:15 Uhr endete.

Der Selber MINT-Tag war für uns eine sehr interessante und abwechslungsreiche Erfahrung. Besonders spannend war es, einige theoretischen Inhalte aus dem Unterricht in der Praxis wiederzufinden und zu sehen, welche beruflichen Wege sich daraus ergeben könnten. Für viele hat der Tag neue Perspektiven eröffnet und das Interesse an MINT-Berufen weiter gestärkt.

Wir bedanken und bei Herrn Spieler für die Organisation, bei Frau Lacher für die Begleitung zum MINT-Tag und bei den Veranstaltungskoordinatorinnen Frau Roith-Seidel und Frau Reitmeier.

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